ROCKO SCHAMONI

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Ich mag Rocko Schamoni. Zumindest die Bücher, die ich bis jetzt von ihm gelesen habe: sehr lustig, aber auch tiefgründig und wahre Quellen der Inspiration. Mein aktuelles Lieblingsbuch ist „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“. Allein der Romantitel hat einen Preis verdient.

Am Mittwoch lief bei 1LIVE PlanB ein Interview mit Rocko Schamoni. Da sagte er, dass er wohl schon 30.000-mal daran gedacht hat, sich umzubringen. Ganz offen sprach er über seine dunklen, depressiven Phasen. Ein Therapeut habe gesagt, dass er ihm dagegen Tabletten geben könnte. Aber die würden wahrscheinlich seinen Beruf als Künstler kaputt machen. Am Ende des Interviews sagte Rocko dann:

Große Kunst passiert nur Menschen, die lange gelitten haben und dann wieder aufgetaucht sind.

 

Zugegeben, das klingt etwas deprimierend. Aber auch schön und vielleicht irgendwo doch wahr. In dem Radiointerview sagte Rocko Schamoni auch Folgendes:


„Ich bin ein ausfransender Mensch. Die Fransen sind meine Begabung, weil es so viele sind“

Ihm würde schnell langweilig. Als Musiker, Schriftsteller und Schauspieler erscheint er auf den ersten Blick ziemlich sprunghaft, so als könne er sich im Leben nicht entscheiden. Das könne er aber doch, sagt er. Sehr gut sogar. Er entscheidet sich ständig und permanent für etwas (zum Beispiel dafür, sich ein Jahr lang hinzusetzen und ein Buch zu schreiben). Danach entscheidet er sich aber auch wieder um.

Und genau da finde ich mich wieder.
Ich hasse es, wenn die Leute mich fragen, was ich denn so mache. Das kann ich nie einfach so beantworten. Kreative Projekte sind echt wichtig für mein Wohlbefinden, aber auch für das Chaos in meinem Leben verantwortlich. Zum Glück gibt es da ein paar wichtige Menschen, die mir Halt geben.

Alex zum Beispiel. Gestern war Rocko Schamoni in Köln und hat im Gloria aus seinem neuen Roman „Fünf Löcher im Himmel“ gelesen. Alex hatte mir zu Weihnachten Karten für die Lesung geschenkt und wir waren da und es war toll… Nach der Lesung hat Rocko Autogramme gegeben. Meine Gelegenheit mit meinem Lieblingsschriftsteller ins Gespräch zu kommen. Das Herz schlug mir bis zum Hals, als wäre ich ein verliebter Teenie. Und was piepse ich, als ich vor ihm stehe?

Ehmmein Lieblingsbuch ist ‚Sternstunden der Bedeutungslosigkeit’, aber das habe ich leider zuhause vergessen!
Pah, Esther! (Kopfschütteln!) Konversation, nicht meine Stärke…

Ein Foto durfte ich danach trotzdem mit ihm machen. „Aber nur, wenn du böse guckst,“ sagte Rocko zu mir. Das habe ich dann versucht…

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Nichtsdestotrotz, schön ihn getroffen zu haben. Auch, wenn ich so was immer komisch finde: Künstler, die ich richtig gut finde, im echten Leben treffen und so…

Wie ich Rocko Schamoni entdeckt habe? Durch meine Mama. Die fand den auch schon gut und wir haben uns im Kino „Fraktus“ angesehen, auch ein sehr empfehlenswerter und lustiger Film.

Außerdem haben die Jungs von OK KID sich auch durch Rocko Schamoni inspirieren lassen. Die Kaffee-warm-Metapher stammt nämlich auch aus „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“.

 

Siehe auch: KING KRULE

NOTIZBUCH

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