SCHWARZ IST DAS HERZ

Am 5. März 2020 war ich zur International Women’s Week in Konstanz eingeladen, um dort aus meinem neuen Buchprojekt zu lesen. Einen exklusiven Videoausschnitt von der Lesung gibt’s in diesem Beitrag.

Knapp vier Wochen ist es nun her, da war die Welt noch “in Ordnung”. Meine kleine Welt zumindest. Ich durfte noch reisen und machte mich von Köln auf den Weg nach Konstanz an den Bodensee. Dorthin war zur International Women’s Week eingeladen, um vorzulesen – und zwar durfte ich lesen was ich wollte, das hat mich am allermeisten gefreut.

In den vergangenen Jahren habe ich viele Lesungen abgehalten in Deutschland und Österreich und ich bin heute noch sprachlos und dankbar über diese Möglichkeiten und all die großartigen Menschen, die ich während meiner Lesereisen kennenlernen durfte. Allerdings las ich meistens aus meinem Buch “Wurzelbehandlung – Deutschland, Ghana und ich“. Nicht, dass mich das gelangweilt hätte. Nein, ich lese gerne aus WB und freue mich über alle Einladungen, die ich zu diesem Buch erhalte. Wie die meisten Künstler brenne ich aber schon lange für andere Buchprojekte und so fasste ich Mut und beschloss in Konstanz etwas völlig Neues zu lesen.

Ich las Auszüge aus meinem aktuellen Romanprojekt “Schwarz ist das Herz”, um eine Afrodeutsche Protagonistin namens Dolores Asamoah. Dolores ist Schwarz und hat die Verbindung zu ihren wahren Gefühlen verloren. Die Geschichte behandelt Themen wie Depressionen, Einsamkeit, Rassismus und transgenerationale Traumata und davon wie die Hauptfigur Stück für Stück zu sich selbst zurückfindet.

Wie ich auf die Idee zu der Geschichte kam, erfahrt ihr in dem kleinen Video, das ich hier für euch bereitstelle. Zu sehen und zu hören ist die erste halbe Stunde der Lesung, die weit über eine Stunde dauerte und das Publikum tatsächlich gefesselt hatte. Den Leuten gefiel meine Geschichte, sie sind wahnsinnig darauf gespannt wie es weitergeht und wir sprachen im Anschluss der Lesung noch lange über die Geschichte auch in Bezug auf die reale Welt. Auch meine Gastgeber waren sehr nett, Spoon und ihr Mann zeigten mir die wunderschöne Stadt Konstanz und nach der Lesung gingen wir noch was trinken in einem ehemaligen Swingerclub, der zu einer Bar umfunktioniert worden war, die an diesem Abend gut besucht war. Der ganze Ausflug war sehr beflügelnd und ich erinnere mich noch gut an dieses Glücksgefühl in meinem Bauch, das ich hatte, als ich am nächsten Morgen im Zug saß und durch den Schwarzwald nach Hause fuhr. Es sollte eine der letzten Reisen gewesen sein, die ich vor den Corona-Maßnahmen machen durfte und ich bin sehr dankbar dafür.

Das Buch ist noch nicht fertig geschrieben. Ich arbeite daran und bin auf der Suche nach professioneller Unterstützung, z.B. in Form eines Verlages. Wenn ihr also jemanden kennt, der jemanden kennt 😉

Unabhängig davon wird das Buch auf jeden Fall veröffentlicht. Bis es soweit ist und damit nicht nur die Besucher*innen meiner Lesung in Konstanz etwas davon haben, möchte ich auch hier den kleinen Ausschnitt aus der Lesung mit euch teilen.

 

Über Feedback freue ich mich!

Bleibt gesund!

Eure Esther

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